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Ursprung der Schützenvereine und- festeBürgerwehr

Der Ursprung der Schützenvereine sind die Bürgerwehren, deren Zweck es war die Heimat und ihre Bewohner zu schützen, wenn die Heerscharen in den Krieg zogen. Die Vorläufer der Schützenfeste waren von Städten, Fürsten und Königen veranstaltete, große Feste mit Schiesswettkämpfen.

Der Zweck dieser Feste war in Friedenszeiten das Schießen zu üben. Die besten Schützen wurden dabei reich belohnt.

Auch in der heutigen Zeit haben die Schützenvereine ihre Traditionen bewahren können.
Das Miteinander und die Gemeinschaft stehen auch heute noch im Vordergrund.
Das soziale Engagement der Schützen erstreckt sich von der Ausrichtung von Festen und Veranstaltungen über die Jugendarbeit bis hin zur Betreuung von Kranken und Bedürftigen.

Die nach wie vor einmal jährlich ausgetragenen Schießwettkämpfe finden diszipliniert im sportlichen Wettkampf mit Luftgewehren statt.

 

Der Bürgerschützenverein AllrathSankt Sebastianus

Der „Bürgerschützenverein Allrath“ hat seinen Ursprung in der „Sankt Sebastianus Bruderschaft Allrath“ gegr. 1533. Im Jahre 1910 kam es durch schwerwiegende Meinungsverschiedenheiten zu einer Spaltung der Bruderschaft und zur Gründung des Bürgerschützenvereins.

 

In den Jahren 1915-1920 und 1938-1948 bescherten die Kriegswirren des 1. und 2. Weltkrieges dem Bürgerschützenverein Zwangspausen.
In beiden Fällen waren sich die Überlebenden Mitglieder des Bürgerschützenvereins schnell einig dieses Traditionsfest, wenn auch unter bescheidenen Verhältnissen, wieder aufleben zu lassen.

 

Wappen des BSV-AllrathHöhepunkt der Vereinsaktivitäten ist alljährlich das Schützen- und Volksfest am 4. Sonntag im September. Das Schützenregiment besteht aus ca. 30 Zuggemeinschaften, die sich auf 3 Corps verteilen

Grenadiercorps
Marinecorps
Jägercorps

 

Der Grenadier

Grenadier um 1880Seinen Ursprung hat der Grenadier in den Truppen der französischen Armee aus dem 17. Jahrhundert. Die Bezeichnung Grenadier stammt ebenfalls aus dem französischen und heißt Übersetzt „Granatwerfer“.

Zunächst als „Spezialtruppe zum Umgang mit Handgranaten“ den Kompanien der preußischen Armee zugeordnet entstanden später eigene Kompanien und Bataillone.

Der Umgang mit den zu dieser Zeit gebräuchlichen Handgranaten, aus Metall, Glas oder Ton mit einem nicht sicheren Zündverzögerer, die aus nächster Nähe  gegen den Feind geworfen werden mussten, erforderte ausschließlich altgediente und erprobte Soldaten von großer Statur die mutig und entschlossen waren.

Als mit der Zeit die Technik das Granatwerfen außer Mode brachte, erhielten die Grenadiere eine neue Aufgabe. Da man für den Einsatz der weit und sicher schießenden langen Vorderladergewehre große Männer benötigte war eine neue Aufgabe für die Grenadiere gefunden.
Durch ihre hohe Feuerkraft und ihre eindrucksvolle Erscheinung lag ihr Einsatzbereich erneut in vorderster Linie. Es wurden eigene Grenadierregimenter gebildet die ihren Einsatz an den brenzligsten Stellen fanden. So wurde die Bezeichnung „Grenadier“ bald eine Ehrenbezeichnung, die auch für andere Infanteristen benutzt wurde.

In den Königshäusern Europas ist es auch heute noch Tradition, Leibgarden zu Fuß aus Grenadierregimentern zu bilden.

 

Die Uniformen

Die Offiziere trugen in der Zeit vor dem Ende des 1. Weltkrieges lediglich Uniformteile, da es bis zum Ende des 1. Weltkrieges verboten war eine noch gültige militärische Uniform zu tragen.
Nach dem 1. Weltkrieg übernahmen die Offiziere den blauen Waffenrock mit roten Stulpen und Dienstgradabzeichen der preußischen Infanterie. Als Kopfbedeckung wird der federgeschmückte Zweispitz (auch fälschlicher Weise „Bonapart“ genannt) oder eine Pickelhaube mit Rosshaarbusch getragen.

Grenadiere um 1960Die Mannschaften oder Grenadiere trugen aus dem oben genannten Grund den zivilen Festanzug in Form eines Gehrockes mit weißer Hose. Der Gehrock wurde im laufe der Zeit durch den Cut oder Frack abgelöst.
Um den Übergang zwischen Hemd und Gürtelhose zu verdecken tragen die Grenadiere eine Weste bzw. Kummerbund. (auch „Bauchbinde“ genannt)
Als Kopfbedeckung findet nach wie vor der Zylinder seine Verwendung. Um diesen nicht zu „steif“ wirken zu lassen und ihm eine festliche Note zu verleihen wird dieser grün bekränzt.

 

Diese Kleiderordnungen haben die Grenadiere in den Schützenvereinen bis heute übernommen.

Im Detail sehen unsere Uniformen heute wie folgt aus:

Die Offiziere tragen einen blauen Waffenrock, Epauletten mit Dienstgradkennzeichen, dazu einheitliche weiße Oberbekleidung, eine weiße Hose, schwarze Socken und schwarze Schuhe. Der Zugführer, der stellvertretende Zugführer und der Flügelleutnant tragen einen Säbel mit Säbelaufhängung, weiße Handschuhe, Orden, Vereins- und Zugabzeichen. Die Offiziere tragen auf dem Kopf einen Zweispitz (Bonapart) mit weißem Federbusch.

Alle Grenadiere tragen während der Schützentage einen zugeinheitlichen Frack, dazu zugeinheitliche weiße Oberbekleidung, eine weiße Hose, schwarze Socken und schwarze Schuhe. Alle tragen eine zugeinheitliche weiße Fliege, weiße Handschuhe und eine Gewehrattrappe aus Holz mit einem Blumensträußchen im Gewehrlauf. Alle führen das Vereins- und Zugabzeichen und ihre Orden mit sich. Auf dem Kopf trägt jeder Grenadier einen schwarzen Zylinder mit einem „Kranz".

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